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Praxisbeispiel Darmstadt

So lässt sich Berufsorientierung in ein Sporttraining integrieren

Michell Tripscha ist Trainer und Programmleiter des Visions Training für den SV Darmstadt 1898 e.V. Seine Spezialgebiete sind Potenzialentfaltung und Mentoring. In diesem Bericht erfahren Sie mehr darüber, wie er Berufsorientierung in sein Sporttraining integriert.

Die aktuelle Trainingsgruppe leitet Michell Tripscha – mit Unterbrechungen – seit zwei Jahren. Freitags sendet er eine Erinnerung an eine Gruppe in einem mobilen Messenger-Dienst mit allen Teilnehmenden: „Wer ist beim Training am Montag dabei?“ Die Teilnehmenden melden sich und kündigen manchmal noch Freunde an.

Das offene Training findet einmal die Woche von 18-20 Uhr statt und teilt sich in vier Abschnitte: Vorbesprechung von Trainer und Co-Trainern, Aufwärmübung, freies Spiel und Abschlussreflexion im Kreis.

Teilnehmende als Co-Trainer

Die Co-Trainer sind zwei der Teilnehmenden aus dem Training. In ihrer Rolle lernen sie Verantwortung zu übernehmen, haben die Möglichkeit, sich weiterzubilden und bekommen eine Aufwandsentschädigung. Michell bringt ihnen Trainings-Techniken bei und fördert sie so gezielt.
Um 18 Uhr startet das Training mit einem Check-in, in dem die Spielenden im Raum ankommen und mit der Gruppe teilen, wie es ihnen geht. Diese Willkommensrunde baut eine positive und wertschätzende Atmosphäre für das Training auf.

Freies Spiel als Raum für Kreativität

Michell Tripscha erklärt, dass das freie Spiel ein wichtiger Bestandteil des Trainings ist: „Es fördert die Kreativität und gibt den Spielenden die Möglichkeit, sich zu zeigen, sich auszudrücken und sich zu präsentieren.“

Berufsorientierung durch Reflexion

In der abschließenden Reflexion leitet Michell die Teilnehmenden an, über das Training zu sprechen. Er gibt ihnen Impulse, konkrete Situationen aus dem Training in den Berufsalltag zu übertragen. Im Kreis auf dem Boden sitzend nennen die Teilnehmenden Begriffe, z. B. Konzentration. Sie sprechen über Situationen, in denen sie Konzentration auf der Arbeit gebrauchen und überlegen, wie man Konzentration üben kann. Indem Michell Tripscha den Raum zum Reflektieren öffnet, übertragen die Teilnehmenden das unbewusste Lernen während des Trainings ins Bewusstsein.

„Es ist wichtig, dass die jungen Menschen einen Raum haben, wo sie ihre Potenziale entfalten können, wo sie sich wohlfühlen und wo sie Wertschätzung erfahren“, erklärt der Trainer. Er betont „hier können sie in ihrer Persönlichkeit wachsen.“

Auch außerhalb für die Gruppe erreichbar

Er ist auch außerhalb des Trainings für seine Teilnehmenden verfügbar: „Manchmal werde ich von Teilnehmenden angerufen, die mir von ihren Herausforderungen erzählen wollen. Auch fragen sie mich manchmal nach dem Training in der Kabine, ob ich über ihre Mails drüber lesen kann. Das mache ich dann auch vor Ort und Stelle auf ihrem Handy.“

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